Traumatherapie in Essen
Trauma-Therapie Essen Trauma-Behandlung, Essen-Burgaltendorf

Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt
und nie gehasst.
Marie von Ebner-Eschenbach

Praxis für Psychotherapie in Essen
Schwerpunkt Traumatherapie

Schwerpunkt Traumatherapie

Traumatherapie besteht aus drei Phasen. Diese Phasen werden nicht unbedingt strikt nacheinander durchgearbeitet, es könnte beispielsweise sein, dass nach einer Sequenz der Traumabearbeitung erst wieder eine Phase der Stabilisierung / Ressourcenarbeit erfolgen muss, um mit Traumamaterial weiter machen zu können. Es ist zwingend nötig, sich dem traumatischen Material erst dann zuzuwenden, wenn der Klient genügend Methoden kennt, um sich von den aufkommenden Erinnerungen (Intrusionen) anschließend wieder zu distanzieren.

Die Phasen der Traumatherapie:


  • Stabilisierung / Ressourcenarbeit
  • Traumabearbeitung
  • Integration und Neuorientierung

1. Phase – Stabilisierung / Ressourcenarbeit

Die Stabilisierungsphase ist die wichtigste Phase in der Traumatherapie. Es ist auch diejenige, die erfahrungsgemäß am längsten dauert. In dieser Phase geht es darum, gut für sich im Hier und Jetzt zu sorgen.

Zielsetzung dabei ist, dass das selbstschädigende Verhalten möglichst eingeschränkt und im späteren Verlauf am besten überflüssig wird. Täterkontakt spielt eine wichtige Rolle bei Missbrauchsopfern bzw. Opfern von organisierter Ausbeutung, dieser sollte - soweit es möglich ist - eingeschränkt sein bzw. es sollte kein Kontakt mehr bestehen.Opfer von Monotraumen wie Autounfall, Kriegstrauma, Verlust eines Kindes oder auch zu erfahren an einer lebensbedrohlichen Krankheit zu leiden durchleben therapeutisch die gleichen Phasen der Traumabearbeitung wie Opfer von immer wiederkehrenden Traumatisierungen (z.B. schlagender Partner).

Ein besonderes Augenmerk wird auf die individuellen Fähigkeiten und Ressourcen gelegt. Diese können in diesem Stadium der Therapie ausgebaut und erweitert werden. Ein stabiles Hier und Jetzt gehört unbedingt zur Stabilisierung dazu, wie Beispielsweise eine finanziell abgesicherte Situation, oder ein sicheres Umfeld. Auch das Erkennen der eigenen Grenzen spielt eine wichtige Rolle bzw. es zu erlernen, Grenzen zu setzen und das Wort „Nein“ tatsächlich aussprechen zu können. Mit hilfreichen Techniken wie z.B. der Imagination eines sicheren Ortes können häufig Krisen bewältigt werden.

2. Phase - Traumabearbeitung

Sobald eine ausreichende Stabilität erreicht ist und eine vertrauensvolle Bindung zwischen Klient und Therapeut besteht, kann mit der Traumabearbeitung begonnen werden.

In der Traumabearbeitung geht es darum, die erlebten Situationen zu verarbeiten und in seine eigene Lebensgeschichte bzw. Vergangenheit zu integrieren, so dass die traumatischen Erinnerungen als vergangene Erlebnisse abgespeichert werden können.

„Ja, es ist MIR passiert! Es gehört zu mir, aber nun ist es vorbei!“

Bei wiederholten bzw. über lange Zeit andauernden Traumatisierungen muss nicht jedes einzelne Trauma-Ereignis bearbeitet werden. Wird das Erste, das Letzte und das Schlimmste Trauma bearbeitet, reicht dies meist aus. Gemeinsam mit dem Klienten wird besprochen, welches Ereignis bzw. welche Ereignisse dafür stehen und welche sinnvollerweise bearbeitet werden sollten.

3. Phase - Integration und Neuorientierung

Zielsetzung dieser Phase ist, das Geschehene mit all seinen Folgen - manchmal auch körperlichen Folgen - als Teil seiner eigenen Vergangenheit zu akzeptieren. Vielfach stellt sich große Trauer ein, das Gefühl, um sich selbst weinen zu müssen. Aber auch große Wut auf die Täter, die einem DAS angetan haben, und es wird die Frage zentral, wieso haben die das mit mir gemacht, warum!?

Das Trauma hat sehr lange das Leben des Klienten bestimmt, in vielfacher Weise durch Flashbacks, durch Panikattacken, durch Ängste und Phobien. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, sich zu fragen, was möchte ich mit meinem Leben anfangen, was möchte ICH. Wichtige Fragen, die zu klären sind! Das selbstbestimmte Leben zu genießen: Zukunftsorientiert und befreit.